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Venedig Guide

Venedig wurde in einer Lagune auf Land gebaut, das dem Meer abgewonnen wurde. Dies hat natürlich zum Ruf der Stadt, deren Geschichte und romantischer Atmosphäre beigetragen. Sogar von einem günstigen Hotel aus kann man zu Fuß oder mit dem Wassertaxi (Vaporetto) alle Sehenswürdigkeiten der Stadt ganz bequem erreichen. Die Stadt selbst besteht aus sechs Gebieten, den sogenannten Sestieri. Der Canale Grande fließt mitten durch das Stadtzentrum.

Das Wetter in Venedig ist angenehm, da die Stadt so nah am Meer liegt. Es kann dennoch das ganze Jahr über regnen und natürlich im Früjhar und Herbs zu Hochwasser kommen. Im Frühling und Herbst besuchen dementsprechend weniger Touristen die Stadt, so dass es natürlich viel einfacher ist, eine Unterkunft zu finden. Der berühmte Karneval von Venedig findet vierzig Tage vor Ostern statt und im Juli findet hier die Redentore Regatta auf dem Canale Grande statt. Während dieser Zeit ist die Stadt besonders beliebt bei Touristen aus aller Welt und die Hotels sind schnell ausgebucht.

Man sollte bei einem Besuch in Venedig auch die Gelegenheit nutzen, die venezianische Küche zu probieren. Die Spezialitäten der Stadt bestehen vor allem auf Meeresfrüchten und Polenta. Beliebt ist auch das „schwarze Risotto”, Reis mit Tintenfischtinte, und das Risi e bisi, eine Suppe aus Reis und Bohnen. Die Beilagen sind meistens Gemüse, wie zum Beispiel die berühmten Artischockenherzen fondi di carciofo oder der Chicoree nach Treviser Art, radicchio alla trevigiana.

Die Vaporetti Nummer 1 fahren auf dem Canale Grande entlang. Von hieraus kann man die Stadtteile Venedigs am einfachsten erkunden. 

Cannaregio sestiere ist der nördlichste Stadtteil und außerdem der am dichtesten bevölkerte. Dieser Bezirk erstreckt sich vom Bahnhof Santa Lucia bis zur Rialtobrücke. Man kann im Fondamenta Misercordia essen und dann das Ghetto besuchen, in dem Shakespeares “Der Kaufmann von Venedig” spielt. Die Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung von Venedig begann im Jahr 1516 als das Konzil von Trent beschloss, dass alle Juden der Stadt auf einer kleinen Insel in Canareggio zusammen leben müssten. Dieses Gebiet erhielt seinen Namen von einem Eisenwerk und das Wort Ghetto (italienisch für Gießerei) ist seitdem der Begriff für alle jüdischen Enklaven weltweit geworden.

Die Kirche Madonna dell’Orto wurde ironischerweise ursprünglich dem Heiligen Christopherus geweiht, dem Schutzheiligen aller Reisenden. Heute findet man in diesem Teil Venedigs nur noch wenige Touristen. Im 15. Jahrhundert wurde in einem Gemüsegarten in der Nähe eine Marienstatue entdeckt, die angeblich Wunderkräfte inne hatte. Die Kirche wurde neu aufgebaut und der Jungfrau Maria geweiht. In der Kirche kann man Werke von Tintoretto bewundern, der in diesem Stadtteil lebte. Dazu gehören „Präsentation der Jungfrau Maria im Tempel“ und „Das jüngste Gericht“. Das Grab von Tintoretto befindet sich rechts des Presbyteriums. Zu den anderen Kirchen in diesem Bezirk, die man sich unbedingt ansehen sollte, gehören Santa Maria dei Miracoli und Sant'AlviseCampo dei Mori – Im Jahr 1112 suchten die drei Mastelli Brüder in Venedig Zuflucht. (Mori bezieht sich auf die peleponnesische Morea, woher diese Seidenhändler stammten). Der Platz wurde nach einem Steinrelief der drei „Mori“ benannt. Hinter dem “Campo dei Mori” und über dem Fluss befindet sich das “Kamel”, das Wohnhaus Othellos.

Der Palazzo Santa Sofia ist einer der ältesten Paläste und ist auch als Ca’dÓro (goldenes Haus) bekannt. Er wurde zwischen 1428 und 1430 für die Familie Contarini gebaut und von seinem letzten Besitzer, dem Baron Giorgio Franchetti, an den Staat vererbt. Heute befindet sich hier eine Galerie.

San Polo sestiere
Dies ist einer der ältesten Stadtteile und zugleich der kleinste. Er wurde nach der Kirche San Polo benannt. Auf dem Campo San Polo fanden früher Stierkämpfe statt und auch Maskenbälle wurden hier abgehalten. Heutzutage finden hier zahlreiche Karnevalsveranstaltungen statt sowie Open-Air Filmvorführungen und Konzerte während des Film Festivals von Venedig.

Die Rialto Brücke war bist zum neunten Jahrhundert die einzige Verbindung zwischen den beiden Ufern des Canale Grande. Diese Brücke wurde zuerst aus Holz und später aus Stein erbaut. Im 16. Jahrhundert fand ein Wettbewerb um die Neugestaltung der Brücke statt, an der bekannte Künstler wie Michelangelo, Palladio und Sansovino teilnahmen. Der talentierte Antonio Da Ponte gewann den Wettbewerb. Auf der Brücke befinden sich zu jeder Tageszeit Menschenmassen, die zwischen Andenkenläden spazieren und vom Geschehen auf dem Kanal abgelenkt werden: Bei Tagesanbruch laden schwer beladene Kähne ihre Waren am Canale Grande ab. Die Venezianer kommen seit Jahrhunderten auf diesen Markt an der Rialto Brücke, den sogenannten Erberia (Obst- und Gemüsemarkt), um hier frischen roten Chicoree aus Treviso sowie Spargel und Artischocken von den Inseln Sant’Erasmo und Vignole zu kaufen. Der Fischmarkt ist ganz in der Nähe und hier kann man Schollen, Sardinen, Rochen, Tintenfisch, Krabben und vieles mehr kaufen. Dieser lebhaften und besonders typische Markt schließt um die Mittagszeit. Man sollte sich auch die Zeit nehmen, die Frari Kirche zu besichtigen, in der sich ebenfalls zahlreiche Meisterwerke Tizians befinden.

Dorsoduro sestiere (einschließlich Giudecca und Isola Sacca Fisola)
Der italienische Name des Viertels bedeutet “hohes Ufer” und dieses Gebiet ist eines der sicherste und stabilsten im Süden der Stadt. Vom Zattere Ufer aus kann man sich die wunderschönen Stadtteile ansehen, in denen sich die Universität von Venedig befindet und in denen das Nachtleben der Stadt tobt. Auch die Basilica di Santa Maria della Salute sollte man auf keinen Fall verpassen. Sie ist das Wahrzeichen des Stadtteils und wird umgangssprachlich einfach als Salute bezeichnet. Hier befindet sich auch die Galleria del’Accademia, eines der besten und bekanntesten Kunstmuseen Italiens. Es verfügt über 24 Räume verteilt auf drei historische Gebäude. Das Zentrum des westlichen Teils des Viertels ist der Platz Campo Santa Margherita, der vor allem während des Marktes am Vormittag belebt ist. An diesem Platz befinden sich Häuser aus dem 14. Und 15. Jahrhundert. Hier findet man neben Marktständen, Fischverkäufern, Bäckereien und Cafés auch eher ungewöhnliche Geschäfte und kann sich selbst einen Einblick in das typische venezianische Leben verschaffen. Der Ca’ Rezzonico, einer der schönsten barocken Paläste Venedigs mit einer unvergleichlichen Innenausstattung befindet sich ebenfalls hier und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Mit dem Bau des Palastes wurde 1667 von Baldassarre Longhena begonnen und die Rezzonico Familie kaufte den noch nicht vollendeten Palast. Das erste Bankett fand hier 1758 statt. Seit 1834 befindet sich hier das Museum des Venedigs des 17. Jahrhunderts. Nicht weit entfernt sind auch die Galerien der Akademie. Dies sind drei Gebäude, die früher der Kirche gehörten und heute die größte Sammlung venezianischer Kunst beherbergen. Man kann hier Werke der Venezianischen Schule bewundern, vom byzantinischen Mittelalter bis zur Renaissance und von Barock bis Rococo. Besonders sehenswert sind Carpaccio’s „Legende der Heiligen Ursula, „Die Krönung der Jungfrau“ von Veneziano und Giorgiones  “Der Sturm”. Einen Gegensatz hierzu bildet die Peggy Guggenheim Sammlung, eine kleine idiosynkratische Sammlung, zu der Arbeiten der berühmten amerikanischen Modernisten und der italienischen Futuristen wie Picasso, Dali und Jackson Pollock gehören.

Santa Croce sestierie
Dieser Stadtteil ist vor allem für sein Nachtleben bekannt. Die Taverno da Baffo in Campo Sant Agostin ist trendy und la Zucca ist besonders teuer. Ansonsten ist dieser Bezirk sehr ruhig und verfügt über eine mittelalterliche Ostseite und eine moderne Westseite. Die Piazzale Roma ist das einzige Gebiet der Stadt, auf dem Autos erlaubt sind. Besuchen Sie auch das Cà Pesaro, in dem sich das Museum für Moderne Kunst befindet und die Fondaco dei Turchi am Canale Grande, heute das Museum für Naturgeschichte.

San Marco sestiere (Einschließlich San Giorgio Maggiore)
Der Markusplatz ist das Herz von Venedig und dessen Wahrzeichen, das die Stadt in aller Welt bekannt gemacht hat. Der Platz ist seit dem Beginn der Republik Venedig das Zentrum der Stadt und wird von der Basilica und dem Dogenpalast dominiert. Dies ist der einzige echte „Platz“ in Venedig, die anderen werden nur als „campi“ bezeichnet. Napoleon hat den Markusplatz als „das eleganteste Gemälde in Europa“ bezeichnet und auch heute zieht es Touristen aus aller Welt hierher. Dies ist der meist besuchte aber gleichzeitig auch der teuerste Fleck Venedigs. Am Platz befinden sich wichtige Kirchen, drei Theater (einschließlich La Fenice), viele Luxusgeschäfte und Restaurants.

Die Markuskirche wurde in Form eines griechischen Kreuzes gebaut und hat fünf riesige Kuppen. Die Kirche wurde 832 geweiht und beherbergt die Reliquien des Heiligen Markus. Im Laufe der Jahrhundert wurde die Basilica zweimal zerstört und wieder aufgebaut und verbindet so verschiedene Baustile, östliche und westliche Architektur. 1807 wurde die Kirche die Kathedrale von Venedig. Besonders beeindruckend sind die Fassade mit ihren Mosaiken und die berühmten Pferde des Heiligen Markus (die Originalstatuen befinden sich heute in der Basilica, während außen Nachbildungen zu sehen sind). Im Inneren der Kirche kann man byzantinische und italienische Kunstwerke bewundern. Ein Besuch Venedigs ist nich komplett ohne einen Besuch des Markusdoms.

Der Dogenpalast ist die zweite wichtige Sehenswürdigkeit am Markusplatz. Er wurde ursprünglich als Festungsbau errichtet und dann durch ein Feuer zerstört. Er wurde später im 14. Und 15. Jahrhundert wieder aufgebaut und ist dementsprechend ein Meisterwerk der gotischen Bauweise. Der Palast wurde aus Marmor aus Verona erbaut und die Bögen bestehen aus Istrischem Stein, die von Säulen gestützt werden. Im Palast sollte man sich unbedingt den Ratssaal, den Sala del Maggior Consiglio, den Kollegiumssaal Sala del Collegio und den Kerker ansehen, der mit dem Palast über die berühmte “Brücke der Seufzer” verbunden ist.

Auch der Glockenturm, der 1173 als Leuchtturm für die Lagune erbaut wurde, darf bei keinem Besuch fehlen. Im Mittelalter wurden hier Gefangene in einem Käfig gehalten bis sie starben. Der Turm brach 1902 zusammen und wurde mit Spendengeldern wieder aufgebaut. Der Neubau wurde am 25. April 1912, dem St. Markustag, eingeweiht.

Eine Sehenswürdigkeit der etwas anderen Art ist Harry’s Bar, die von Giuseppe Cipriani gegründet wurde und in der berühmte Persönlichkeiten wie Ernest Hemingway und Woody Allen zu Gast waren. Hier wurden angeblich Bellini und Carpaccio erfunden. Hier werden klassische venezianische Gerichte zu hohen Preisen serviert. Der berühmte Martini wurde Hemingway hier in einer neuen Form serviert: ein Drittel Martini wird mit Eis in einem Shaker geschüttelt, nur das Eis wird dann mit einem Drittel Beefeater Gin in ein Glas gegeben, um das Martini Aroma zu erhalten....

Castello Sestiere (einschließlich San Pietro di Castello and Sant'Elena)
Der größte Stadtteil erstreckt sich von der Markuskirche nach Canareggion im Westen und Sant’Elena im Osten. Das Arsenale war der größte Marinekomplex Europas und die Biennale Gärten wurden von Napoleon geplant. Die Boote nach Murano und Burano fahren von der Fondamenta Nove ab. Auch die Promenade Riva degli Schiavoni entlang des südlichen Kastells sollte man sich ansehen. Sie erhielt ihren Namen von den Händlern aus Dalmatien (Schiavonia), die hier anlegten. Arbeiten von Canaletto aus den 1740er und 50er Jahren zeigen Gondeln, Segelboote und Barken an diesem Ufer, das auch heute noch als Anlegeplatz genutzt wird. An diesem kleinen Kai befinden sich viele Stände und für viele, die Venedig per Boot erreichen, ist dies der erste Vorgeschmack auf die Atmosphäre der Stadt. Von hier aus kann man auch eine hervorragende Aussicht auf San Giorgio Maggiore genießen. Zu den wichtigen Kirchen des Bezirks gehören: La Pietà, die auf das 15. Jahrhundert zurückgeht und ursprünglich ein Waisenheim war. Sie wurde zwischen 1745 und 1760 von Giorgio Massari wieder aufgebaut. Besonders berühmt ist der Chor der Kirche, für den Vivaldi seine Oratorien, Kantaten und Gesangswerke schrieb. Auch San Zaccaria sollte man sich ansehen. Diese Kirche liegt an einem kleinen ruhigen Platz und ist ein Paradebeispiel für den gotischen Baustil und die klassische Renaissance Architektur. Sie wurde im 9. Jahrhundert gegründet und zwischen 1444 und 1515 komplett wieder aufgebaut. Im Inneren befindet sich ein bekanntes Meisterwerk, „Die thronende Jungfrau mit Kind und Heiligen“ von Giovanni Bellini. In der Krypta befinden sich die sterblichen Überreste von acht Dogen Venedigs. Auch San Giorgio dei Greci und die Basilica di San Giovanni e Paolo sollten auf dem Programm stehen.

Shopping in Venice
In den engen Gassen Venedigs sind es oft die hell erleuchteten und dekorierten Schaufenster, die den Blick auf sich ziehen. Seit dem Mittelalter verbindet Le Mercerie den Markusplatz mit der Rialtobrücke und ist die wichtigste Einkaufsstraße der Stadt. Dieses Viertel besteht aus engen Gassen mit kleinen Läden und Boutiquen sowie ungewöhnlichen Läden. Zwischen dem Platz und der Ponte dell’Accademia (Brücke der Akademie) befindn sich luxuriöse Geschäfte, während man auf dem Campo Santo Stefano vor allem Andenken aller Art findet. Rund um das Campo San Paolo hinter dem Canale Grande findet man günstigere Läden. Besonders traditionsreich sind die Glaswaren und die Spitzen Venedigs, die hier seit Jahrhunderten hergestellt werden. Auch Mode, Antiquitäten, Lederwaren, Schmuck und Marmorpapier findet man hier in zahlreichen Geschäften. Alles, was Rang und Namen in der Modewelt hat, findet man in der Nähe des Markusplatzes: Armani, Laura Biagiotti, Missoni und Valentino haben hier ihre Geschäfte. Venedig ist vor allem bekannt für seine Seidenstoffe, bedruckten Samt und luxuriösen Brokat. Fortuny hat hier seine plissierten Seidenstoffe erfunden. Viele Geschäfte spezialisieren sich auch auf Möbel und Haushaltswaren. Diese befinden sich vor allem am Boulevard des Lidos, während man die Schmuckgeschäfte vor allem in den Kolonnaden des Markusplatzes finden kann. Die Via Baldassarre Galuppi ist die wichtigste Straße der Insel Burano, auf der man draußen frischen Fisch genießen oder natürlich Spitzen und Leinen kaufen kann. Auf der Insel Murano kann man in Werkstätten und Glasbläsereien direkt das berühmte blaue Glas kaufen. Auch das Symbol Venedigs, die Maske, wird überall verkauft. Man kann billige Massenware erstehen, findet aber auch handgearbeitete Meisterwerke. Ganz besondere Masken findet man in Castello im Laboratorio Artigianale Maschere (Werkstatt der Masken-Macher).